Wird die Glasfaser etwa abgeschossen?

Telekom schließt 1000 Rietberger Haushalte an ein schnelleres Internet

Das nennt man mal werbewirksam. Der Kugelfang als Fläche für die Hinweise von Unternehmen - eine Idee, die Fuß fassen kön

R i e t b e r g (mad). Das Thema Glasfaser ist in Rietberg schon längst – nun sagen wir mal – ein alter Schuh. Im Frühjahr 2016 schien sie langsam in greifbare Nähe zu rücken. Doch nach einigem Hin und Her und abgesprungenen Investoren ist immer noch nichts konkret. Nun legt die Telekom eigeninitiativ los und hat bereits 1000 Haushalte ein flotteres Internet ermöglicht. Gerät damit das Glasfaserprojekt der Stadt Rietberg unter Druck?
Die Telekom hat begonnen, ihre KVZ-Kästen (die grauen Kästen am Straßenrand) an ein schnelleres Netz anzuschließen und damit einige Haushalte im Rietberger Stadtgebiet zu versorgen Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit sind damit möglich. „Allerdings kann dies nur eine Brückentechnik sein, denn der letzte Rest der Leitung, vom Kasten bis zum Haus, ist nach wie vor ein Kupferkabel“, wendet Rüdiger Ropinski, Leiter der Abteilung Planung und Entwicklung bei der Stadt Rietberg, ein. „Jede Verbesserung ist gut für den Moment“, so Bürgermeister Andreas Sunder. „Die Zukunft jedoch liegt in der

Nur in der Glasfaser liegt die Zukunft der Technik

Glasfaser.“ Und die soll nach wie vor in der Stadt verlegt werden. „“Die letzten Details für die Ausschreibung laufen noch“, sagt Ropinski. Sie sollen aber noch diesen Monat fertig werden. Dann, so Ropinski, könne noch in diesem Jahr der Ausbau in Mastholte-Süd beginnen – „wenn alles glatt läuft“, betont er. Die Bürger in Rietberg werden sich auf jeden Fall noch gedulden müssen. Der Glasfaserausbau wird sich über Mastholte weiter Richtung Rietberg „hocharbeiten“.
„Dabei verfolgen wir zwei Strategien: einmal den privatwirtschaftlichen Innenausbau und den mit Fördergeldern unterstützten Außenausbau“, erklärt Sunder. Dort werde es allerdings nicht um die Glasfaser gehen, sondern um die Vectoring-Technik. „Alle Gewerbegebiete, die bezahlbar erschlossen werden können, sollen auch von der Glasfaser profitieren können“, ergänzt Ropinski. In dieser Angelegenheit sei man derzeit noch in Nachverhandlungen, so Sunder. Die Stadt halte an ihren Plänen fest. Vor 2018 wird sich jedoch in Rietberg nichts tun in Sachen

Keiner muss Sorge haben, am Ende doppelt zu zahlen

schnelles Internet. Wer so lange nicht warten möchte oder schon das Angebot der Telekom angenommen hat, kann aber auch später noch wechseln. Auch wer bereits einen sogenannten Vorvertrag mit der HeLiNet abgeschlossen hat, dürfte dennoch einen Vertrag mit der Telekom abschließen. Denn: „Die Vorverträge, die mit der HeLiNet abgeschlossen wurden, werden erst dann aktiv, wenn der bisherige Vertrag ausgelaufen ist“, erklärt Ropinski. Es muss also keiner Sorge haben, nachher doppelt zur Kasse gebeten zu werden.

Das nennt man mal werbewirksam. Der Kugelfang als Fläche für die Hinweise von Unternehmen – eine Idee, die Fuß fassen könnte. In Varensell wechselte sich der Königsadler mit dem Glasfaseranbieter ab. Fotos: robui