„Wir haben ordentlich aufgerüstet“

Im Karneval zeigen Polizei und Ordnungsamt Präsenz

Rietberg (mad). Egal wen man von Behördenseite fragt, alle sind sich einig: Die Karnevalszeit in Rietberg soll für alle eine schöne Zeit werden. Um dafür einen möglichst sicheren Rahmen zu schaffen, hat die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter nachgebessert. „Es sind nun mehr Fußtruppen unterwegs, die die Polizei zusätzlich unterstützen und die auch als Ansprechpartner zur Verfügung stehen“, erklärt Martina Venne vom Ordnungsamt Rietberg. Stellte das Ordnungsamt in den vergangenen Jahren drei Gruppen, sind es in diesem Jahr fünf. Auch die Polizei weitet ihre Präsenz aus und wird mit doppelt so vielen Einsatzkräften vor Ort sein – teils in Zivil. „Wir wollen uns nachher nicht vorwerfen lassen, nicht entsprechend reagiert zu haben“, sagt Martina Venne mit Blick auf die Vorkommnisse zu Silvester in Köln und anderen Städten. In diesem Jahr werden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes  auch als solche erkennbar sein. „Wir werden wohl unsere Jacken tragen und somit offen als Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Erscheinung treten“, so Venne. Was sonst eher als Barriere zu den Bürgern empfunden wurde, soll in diesem Jahr das subjektive Sicherheitsgefühl stärken. Auch die Beleuchtung soll ihren Teil zu diesem Gefühl beitragen: Die Straßenlaternen leuchten die ganze Nacht mit 100 statt der sonst nachts üblichen 50 Prozent Leuchtkraft. Ebenso wie das Ordnungsamt hat auch die Polizei mehr Kräfte im Einsatz. „Die Sicherheit der Bürger hat für uns allerhöchste Priorität“, sagt die Gütersloher Polizeisprecherin Corinna Koptik. „Wir sind optimistisch, dass es eine friedliche Feier geben wird.“ Außerdem weisen sowohl Polizei und Ordnungsamt darauf hin, nicht nur die eigenen Handtaschen im Auge zu behalten: „Insbesondere Frauen sollten ihre Getränke im Auge behalten“, warnt Martina Venne vor dem gestiegenen Einsatz sogenannter KO-Tropfen. Offene Getränke sollten nicht unbeaufsichtigt abgestellt werden. „Besteht ein Verdacht, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstattet werden“, sagt Corinna Koptik.