Wingenfelder: „Ja, wir wissen sehr gut, wie alt wir sind“

„Sieben Himmel hoch“: Pop-Duo begeistert mit gehaltvollen Texten, Elan und ganz viel Humor

Wie in alten Zeiten: Wingenfelder rocken die Cultura. Foto: RSA/Addicks

Rietberg. Eingestimmt durch einen grandiosen Sänger Björn Paulsen („Ey, ich würde so gerne mal wieder hier herkommen, das war klasse“) begrüßt das Publikum die Wingenfelder Brüder Kai und Thorsten auf der Cultura-Bühne. Mit der unverkennbaren „Fury in the Slaughterhouse“-Stimme (lange ist es her) legte Frontmann Kai mit der gleichnamigen Tour-Single „Sieben Himmel hoch“ los. „Ja, wir wissen, wie alt wir sind. Aber das hält uns nicht davon ab, in guter alter Manier die Cultura zu rocken“, sagte Kai. Und zur guten alten Manier gehört auch die Plauderei aus dem Nähkästchen, die bisweilen auch ausarten konnte. Ausgerechnet beim Titel „Beste Band der Welt“ kam Thorsten Wingenfelder nicht über die erste Zeile hinaus. „Leute, jetzt habe ich euch so vollgelabert, dass ich den Text vergessen habe.“ Macht nichts, das Publikum klatscht so lange rhythmisch weiter, bis der Mann mit Hut wieder textsicher im Sattel sitzt. Neben ihren aktuellen Alben-Titeln beschenkten die beiden Wingenfelder ihr Publikum auch mit dem Fury-Klassiker „Time to wonder“ und mit dem ganz neuen Song „Aragona“. „Das testen wir mal hier“, sagte Kai mit einem Augenzwinkern. Auch mit Zugaben geizten die Jungs nicht und ließen sich gleich zweimal wieder zurück auf die Bühne klatschen. „Ihr wollt es doch auch“, war aus dem Publikum zu hören. Und das wurde auch von der Bühne aus nicht abgestritten.