Weithin sichtbare Feuersäule und hörbare Explosionen

Großbrand vernichtet Lagerhalle in Varensell – fünf Löschzüge mit 200 Wehrleuten im Hilfseinsatz

In voller Ausdehnung brannte die Lagerhalle an der Hauptstraße im Varenseller Außenbereich, als die Hilfskräfte eintrafen.

R i e t b e r g (gg). Mehr als 200 Feuerwehrleute aus fünf Löschzügen waren eingangs des vergangenen Wochenendes mit der Bekämpfung eines Großbrandes auf dem landwirtschaftlichen Anwesen von Heinz Meierfrankenfeld an der Hauptstraße 174 im Rietberger Ortsteil Varensell beschäftigt. Trotz des ausdauernden Bemühens konnte eine Lagerhalle nicht mehr gerettet werden. Umliegende Bauten sicherte die Wehr ab noch rechtzeitig.
Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Den meisten Feuerwehrleuten dürfte die Einsatzörtlichkeit bekannt gewesen sein, denn nicht nur ein Wohnhaus brannte auf der Hofstelle schon einmal ab, vor mehr als zehn Jahren war es auch noch ein weiteres landwirtschaftliches Gebäude. Und zudem wurde im April dieses Jahres, wie der RSA berichtete, eine Scheune auf dem in unmittelbarer Nähe liegenden Hof Schulte-Lindhorst ein Raub der Flammen.
Nicht nur der Feuerschein war kilometerweit zu sehen, auch zahlreiche Detonationen ließen Anwohner in bis zu zwei Kilometern Entfernung aufschrecken. Gemeldet wurde der Brand von der Mutter des Hofeigentümers und mehreren Autofahrern. Obwohl nur wenige Minuten nach Notrufeingang die ersten Feuerwehrkräfte auf der Hofstelle vorfuhren, brannte das 30 x40 Meter große Gebäude bereits in voller Ausdehnung. Enorme Löschwassermengen waren vonnöten, besorgt unter anderem durch Schlauchleitungsverlegungen zum Ölbach und Grundmeiers Mühle an, mehr als drei Kilometer lang.
Gleichzeitig wurden eine dicht angrenzende Halle sowie ein abgestellter LKW-Anhänger in einer Riegelstellung vor herabfallenden brennenden Material geschützt.

Auch aus Delbrück rückte ein Spezialfahrzeug an

Um die meterhohen, lodernden Flammen einzudämmen, löschten Einsatzkräfte der Lösch­züge Neuenkirchen, Rietberg, Mastholte, Spexard und Lintel das brennende Gebäude nicht nur von mehreren Seiten sondern auch über zwei, aus Verl und Gütersloh angeforderte, Drehleitern. Zusätzliche Unterstützung gab es mithilfe eines Großtanklöschfahrzeugs aus Delbrück.

Auch Drehleiterfahrzeuge aus Rietbereg und aus Verl wurden zur Bekämpfung der Flammen eingesetzt. Fotos: Gabriele Grund