Wapeldorf pflanzt Bäume

Neuenkirchener Maitage sonntags gut besucht
Fotos: Petra Blöß

Neuenkirchen (robui). Das Wapeldorf ist um das Beckersche Haus ärmer – aber um zwei Säulen-Hainbuchen reicher. Sie stehen zwischen der Fleischerei Strunz und dem Haus Bollweg auf einer großen Freifläche, die einmal, so sieht es das Dorferneuerungskonzept, ein schmucker Parkplatz werden soll. Die zwei stattlichen Exemplare erfuhren bei ihrer Pflanzung große Beachtung, denn: Anders als in anderen Dörfern zieht man in Neuenkirchen nicht einfach einen Stamm mit Vereinewappen

hoch sondern setzt schon seit langem neue Bäume an markanten Standorten. Wie es guter Brauch ist, gehört das Einpflanzen in das Programm der traditionellen Neuenkirchener Maitage. So fanden sich auch dieses Mal am Veranstaltungswochenende viele Bewohner des Ortes ein, um dem Zeremoniell beizuwohnen. Zum Auftakt wurden auf dem Parkplatz an der Sparkasse die beiden Säulenhainbuchen geschmückt. Dafür sorgten die Mädchen und Jungen der Feldmaus-Kindertagesstätte. Unter den Klängen des Spielmannszuges der freiwilligen Feuerwehr begleiteten rund 200 Gäste den Transport der Bäume an ihren neuen Standort. Dort wurde die „Schüffel-
truppe“ aktiv. Die Senioren, die unter anderem auch in Stadlers Wäldchen und auf dem Neuenkirchen-Beitrag im Gartenschaupark für eine unkrautfreie Ordnung sorgen, buddelten die  Pflanzlöcher frei, ehe Bürgermeister Andreas Sunder und Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans zur Schaufel griffen. Nach dem Rückzug des örtlichen Gewerbevereins aus den Vorbereitungen aller großen Veranstaltungen am Rande verkaufsgeöffneter Sonntage im Dorf war dieses Mal kurzfristig die Stadt als Helfer eingesprungen. Dauerhaft soll eine Gemeinschaft aus Reihen der Vereine sich um das Weiterleben des Volksfestes kümmern. Wie gewohnt waren auf dem Marktplatz Karussells aufgebaut, am Sonntag zumindest lockte der große Trödelmarkt nebst einigen Aktionen viele Besucher an, denn da herrschte strahlend schönes Sonnenwetter.