Vom „Playboy“ zum Prinz

Werner Eickhölter steht nun an der Narrenspitze. Fotos: RSA/Blöß

M a s t h o l t e (robui). So schnell wussten die Mastholter wohl wirklich noch nie, wer ihr neuer Prinz Karneval wird. Eigentlich wollte es Franz-Josef Sudahl mit seiner Ansprache vor dem Einzug der Tollitäten richtig spannend machen. Doch sein allzu früher humoristischer Hinweis im voll besetzten Saal Adelmann lautete: „Der neue Regent ist im ganzen Dorf als Playboy bekannt.“

Die Reaktion des bunt kostümierten Jeckenvolks kam prompt: wissendes Johlen. Werner I. Eickhölter, wie könnte es anders sein, nahm den Hinweis Sudahls gelassen entgegen und regiert nun die Narrenschar des Ersten-April-Karmevalsclubs Mastholte. An seiner Seite: Prinzessin Martina I. Tellenbrock aus dem Langenberger Ortsteil Benteler. Eickhölter gilt als „Mastholter Urgestein.“ Bekannt ist der gelernte Kfz-Mechaniker nicht nur als Inhaber eines Autohauses sondern auch als begeisterter Motorsportler. Fit hält sich der 66-Jährige mit leichtathletischem Sport. Achtmal absolvierte er bisher sogar schon die Wettkampf-Marathonstrecke. Vor 40 Jahre war er Schützenkönig im Heimatdorf. Seine Prinzessin ist 48 Jahre alt und von Beruf Krankenschwester.  Dass im Vorfeld der Blick auf eine Session als Tollität nicht einfach ist, bekundete das jecke Paar in seiner Antrittsrede. Eine „Krise bekommen“, so Eickhölter habe er mit Blick darauf, sich nicht verplappern zu dürfen, sein Motto in den vergangenen Wochen in gemütlichen Runden: „Halb so viel trinken und Klappe halten.“ Derweil trieb die Prinzessin die Sorge um, welche Kleidung sie für den ersten Auftritt erwählen sollte. Der AKC setzte auf eine bunte Programmischung und außergewöhnlich hohe Phonzahlen aus „Toni’s Musikbox“. Tanzgruppen sorgten wie Perlen an der Schnur  mit flotten Melodien und ebensolchen Choreographien für überkochende Stimmung. Die Quietsche-Entchen und die Flamingos der Kfd, Fascination aus Westerwiehe, die AKC Wild Berrys, die Tanzgarde Sudhagen und Temptation kamen bestens mit den engen Bühnenverhältnissen aus. Eine ganze Schar von Rednerinnen und Rednern sorgte für feinsinnige verbale Unterhaltung.