Viele historische Schätze sakraler Kunst in Rietberg

Neue Ausstellung zeigt prunkvolle Zeugen christlicher Frömmigkeit und künstlerischen Schaffens

Prof. Dr. Christoph Stiegemann (Direktor Erzbischöfliches Diözesanmuseum Paderborn, v.l.), Thorsten Austermann (Leiter Kuns

Rietberg (hw). Eine lebendige Einführung anlässlich der Eröffnung der jüngsten Ausstellung im Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch, hielt Prof. Dr. Christoph Stiegemann. Unterstützt von einer Bildershow, wusste der Direktor des Erzbischöflichen Diözesanmuseums Paderborn, einige interessante Details zu den einzelnen Exponaten zu erzählen.
Anlass für die eindrucksvolle Sonderausstellung mit dem Titel „Sakrale Kunst in Rietberg. Zeichen und Bildwerke christlicher Frömmigkeit aus mehreren Jahrhunderten“ ist das Jubiläum „400 Jahre Gründung des Franziskanerklosters Rietberg 1618-2018“. Etwa 30 Ausstellungsstücke repräsentieren

Ausstellung zeigt Vielfalt und Reichtum der Kunst

die Vielfalt und den Reichtum künstlerischen Schaffens im Dienste christlicher Frömmigkeit in der ehemaligen Grafschaft Rietberg.
Darunter befinden sich einzigartige, kostbare Werke der Goldschmiedekunst, wie beispielsweise das sogenannte Rietberger Baumreliquiar, eine Reliquienmonstranz, die vermutlich 1743 in Wien geschaffen worden ist. Auch der filigrane, silberne Hausaltar mit einer winzigen goldenen Marienfigur, ein so genanntes „Muttergotteshäuschen“ (Bielefelder Meister, um 1660), das Gräfin Anna Catharina von Salm-Reifferscheidt († 1691) für die Marienstatuette aus

Muttergotteshäuschen ist zurück in Rietberg

dem 16. Jahrhundert anfertigen ließ, ist nach Rietberg zurückgekehrt. Außerdem werden Beispiele der „eigentlichen Schätze“ der Kirche präsentiert: Reliquien in ihren kostbaren Gefäßen. Hierzu zählt das reich verzierte Zahnreliquiar der Hl. Apollonia, entstanden um 1620. Das Besondere an diesem silbernen Kunstwerk ist, dass der Zahn sich nicht, wie man vermuten könnte, in einem Glaszylinder befindet, sondern dass dieses kleine, durchsichtige Gefäß aus reinem Bergkristall besteht.
Zu sehen sind außerdem barocke Messgewänder, malerische Bildwerke, liturgische Gefäße und fein gearbeitete Skulpturen. Die besondere Ausstellung, die bis zum 13. Januar 2019 zu sehen ist, richtet ein besonderes Augenmerk auf die Leistungen einer für die ostwestfälische Region und ihre Gläubigen geschaffenen Kunst, die den jeweiligen Zeitgeist und seine religiöse Anschauung widerspiegelt. Ein Beispiel dafür, so Stiegemann, dass die im

Interessierte können eine Führung buchen

Laufe der Jahrhunderte für die Kirchen des Rietberger Landes geschaffene Kunst immer vielfältiger und reicher geworden sei. Etwas, was in der Ausstellung deutlich wird.
Interessierte Besucher können an einer Führung durch die außergewöhnliche Ausstellung teilnehmen. Anmeldungen dafür werden unter der Telefonnummer 05244/986373 oder per E-Mail an museum@stadt-rietberg.de entgegengenommen.

Auf großes Interesse stieß die Eröffnung der Ausstellung im Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch.Fotos: RSA/Wissing