Trend „Smart Gardening“

Digitalisierung des Gartens steht 2019 im Fokus

Rietberg. Ein Trend 2019 ist die zunehmende Digitalisierung des Gartens. Eine Entwicklung, die dem Gärtner viel Arbeit abnehmen kann, aber auch nicht immer günstig ist. „Beim Smart Gardening geht es vor allem darum, dass der Garten sich selbst versorgen kann“, erklärt Anna Hackstein, Geschäftsführerin des Industrieverbands Garten. Man muss also zum Beispiel nicht mehr selbst den Rasenmäher über das Grundstück schieben. Das übernehmen kleine Roboter, die das Gras perfekt schneiden und trimmen. Dank automatischer Bewässerungssysteme, die mit Programmierung oder Bodensensoren genau dann das Grün versorgen, wenn es versorgt werden sollte, kann bei Hitze im Sommer Abhilfe geschaffen werden. Sogar aus dem Urlaub lässt sich, per App, der Garten versorgen. Trotz signifikantem Anstieg sind die Preise und der Installationsaufwand oft noch eine Hürde: So kosteten selbst die Rasenroboter für den Hausgebrauch, die zum Beispiel die Stiftung Warentest im Frühjahr 2018 für eine Stichprobe auswählte, zwischen 800 und 2.850 Euro.

Nicht nur in der Küche beliebt, sondern auch im Garten ein echter Hingucker: Rosmarin ist ein immergrünes Nadelgewächs und in der Blütezeit im Frühjahr schön anzusehen. Foto: RSA/Bender

Hitzebeständige Pflanzen
Für einen Dürre-Sommer besser vorbereitet sein

Rietberg. Wenn so mancher Gartenfreund an den letzten Sommer zurückdenkt, läuft es ihm kalt den Rücken runter– statt grünen Rasens und üppiger Blütenpracht dominierten dank Hitzerekorden, Dürre und scheinbare Endlossonne vielerorts staubtrockene Böden und verdorrte Zierpflanzen. Experten gehen davon aus, dass auch künftig mit extremen Wetterbedingungen zu rechnen sein wird. Gartenfreunde, die ihre Zeit in der kommenden Outdoor-Saison nicht stetig mit Gießkanne und Schlauch verbringen wollen, sollten ihre Beete und Blumentöpfe entsprechend (um)gestalten. Denn Prachtkerze und Eisenherz sind echte Trockenkünstler, kommen deutlich besser mit sommerlicher Hitze zurecht als beispielsweise Hortensien. Auch viele Ziergräser und Klassiker wie Lavendel, Rosmarin und Thymian mögen es heiß. Doch weil nicht nur Pflanzen sich im Grünen wohlfühlen sollen, sondern auch Mensch, Familie und Tier, sollten Gartenbesitzer beim Anlegen der privaten Oase auch an Schatten spendende Bäume denken, unter denen es sich bei großer Hitze prima aushalten lässt.

 

Foto: RSA/Eusterbrock

Blühende Zäune sorgen für Privatsphäre und Eleganz
Die Trendidee 2019 bietet Sichtschutz und sorgt trotzdem für ein schönes naturnahes Ambiente

Rietberg. Ein Zaun ist in vielen Gärten ein Muss. Um das naturnahe Ambiente des Gartens aber nicht zu stören, schafft ein Trend Abhilfe: die blühenden Zäune. Schlichte Zäune werden mit Rankengewächsen, Kletterpflanzen oder Großstauden optisch verschönert. Blauregen verdeckt mit üppiger Blütenpracht den Zaun und den Einblick in den Garten. Kletterrosen und Waldreben hingegen wachsen elegant an Zaun und Mauer hinauf und verleihen ihnen auf diese Weise einen romantisch-verwunschenen Charme. Unerwünschte Blicke in den Garten werden damit auch vermieden.