Stadt will Geld in die Hand nehmen fürs schnelle Netz

Die Priorität für den Breitbandausbau liegt laut Bürgermeister Andreas Sunder nun bei Mastholte

R i e t b e r g (robui). „Es wird in absehbarer Zeit schnelleres Internet im gesamten Gebiet der Emskommune geben“, sagt Bürgermeister Andreas Sunder, und meint damit nicht nur die dicht an dicht bebauten Siedlungsbereiche. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses machte er deutlich: „Wir arbeiten zweigleisig“, sprich, der Blick aller Verantwortlichen richtet sich nach dem ganzen Hin und Her des vergangenen Jahres nun nicht mehr nur auf ganz bestimmte Stadtteile und hier die großen Siedlungs- und Gewerbedistrikte, sondern auch auf die Außenregion.
Glasfaser ist eine beschlossene Sache, ein Vorhaben, das mit den Stadtwerken Soest umgesetzt werden soll. Und Priorität habe Mastholte, so der Bürgermeister. Die Reihenfolge kommt da nicht von ungefähr, denn in Mastholte und im dortigen Süden war das Inte­resse samt Anschlussbestellungen zu jener Zeit, als man noch an die BBV glaubte, am größten. Wer schon bei BBV und deren seinerzeitigem Kooperationspartner HeLiNET Verträge unterzeichnet hatte, der soll in nächster Zeit Auftragsbestätigungen für die neue Kooperation mit Soest unterzeichnen, bittet die Stadt. Und hat die strittigen Außenbereiche nicht aus den Augen gelassen.
Die Kommune hat vor wenigen Tagen eine Ausschreibung auf den Weg gebracht. Telekommunikationsunternehmen sind aufgefordert, sich an dem Verfahren zu beteiligen und eine sogenannte „Wirtschaftlichkeitslücke“ zu benennen, also jenen Betrag, der fehlt, damit sich ein Ausbau lohnt. Rietberg ist zu diesem Zweck in drei Ausbaugebiete namens Nord, Mitte und Süd aufgeteilt worden. Für jeden dieser Bereiche ist eine maximale Förderung des Bundes von 2,2 Millionen Euro möglich, um genau solche Wirtschaftlichkeitslücken zu schließen. Das Verfahren läuft bis zum 21. Februar. Gefordert ist die „Versorgung aller Bürger und Gewerbetreibenden in Wohn- und Mischgebieten in der Stadt Rietberg mit breitbandigen Telekommunikationsdiensten.“ Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.breitbandausschreibungen.de (laufende und abgeschlossene Verfahren; öffentlicher Bereich).
Die Stadt selbst wird sich wohl  mit wenigstens 10 Prozent an den Kosten beteiligen müssen. „Das ist es aber wert, um in absehbarer Zeit den Bürgern mit Hilfe der Vectoring-Technik einen Download von wenigstens 50 MB zu ermöglichen. Das ist dann eine deutliche Verbesserung für viele Nutzer“, so Sunder. Damit das Realität wird, muss in das Verteilernetz investiert werden.