Schade, Schützen, die Festsaison ‘17 ist endgültig vorbei

Klosterdorf richtet siebte und letzte Großveranstaltung dieser Art im Rietberger Land aus

Varensell (robui). Aus und vorbei – die Schützenfestsaison 2017 ist zu den Akten gelegt. Mit der dreitägigen Großveranstaltung im Klosterdorf endete der Reigen, der im Mai in Druffel begonnen hatte. Und die Varenseller machten nun die Entlassung in die Herbst- und Wintermonate und damit schützenfestlose Zeit bis zum Wonnemonat 2018 nicht leicht. Denn noch einmal konnten Fans des Schützenwesens so richtig feiern und genießen, was zu drei fröhlichen Heimattagen gehört. Mit Gregor und Karin Frenz gab es ein wahrlich strahlendes Königspaar unter einem kaiserlich blau schimmernden Himmel. Großartige Besucherzahlen, Harmonie und Kameradschaft im Verein, die Treue zur Schützentradition, ohne den Blick für Modernisierungen zu verschleiern, das alles und noch viel mehr gehörten in Varensell dazu. Stets traten die Kompanien mannstark an, egal, ob zum Abholen der Majestäten, zum gemeinsamen Frühstück oder zu den Paraden. Brudermeister Manfred Habig fand begeisternde Worte für das Schützenwesen im allgemeinen, und im besonderen in Varensell.
Ehrungen verschiedenster Art gehörten wie gewohnt zum Großereignis dazu. So begann man mit der Gedenkveranstaltung an der Klosterkirche für die Gefallenen und Verstorbenen der Kriege, nahm
in großer Zahl an der Schützenmesse teil und ließ auch den Großen Zapfenstreich erklingen. Über besondere Auszeichnungen freuten sich Arnold Deppe und Gerd Runte, die die Benediktusorden erhielten. Das Silberne Verdienstkreuz des Bundes Historischer Deutscher Schützenbruderschaften ging an Hans-Dieter Holznienkemper, der damit eine verdiente Würdigung für seinen Einsatz im Schießsport erfuhr.
Die Jungschützen warben für den Bezirkstag 2018, den sie ausrichten werden. Und belegten beispielhaft mit mit ihrem Programmteil im Rahmen der jetzigen Großveranstaltung, dass ihnen das sicher bestens gelingen wird. An der Spitze des Nachwuchses stehen Michael Altehülshorst und ­Viktoria Kobusch.
Spannend war es am Montagmorgen, als die Nachfolger für Hugo und Marita Zander gesucht wurden. Irgendwie war man auf dem Platz noch gar nicht so weit, da fielen durch einen gezielten Schuss von Gregor Frenz schon die Reste des Adlers aus dem Kugelfang. Der neue Regent freute sich riesig und stellte mit seiner Frau Karin des abends den neuen Hofstaat den vielen Besuchern nach der Auffahrt der Kutschen vor.

Schade, schade, liebe Gastgeber. Varensell hat eine kleine Budenstadt mit allerlei Verpflegung. Wer das weiß, freut sich schon länger vor dem eigentlichen Fest auf den Termin – quasi unter dem Aspekt „endlich wieder lecker Nudeln essen“. Denn die in der besonderen überbackenen Variante waren klasse. In diesem Jahr allerdings war manches anders in der Budenstadt – so gab es zwar lecker Pizza, aber keine Rigatoni – weil ein anderer Anbieter verpflichtet worden war. Und auch in Sachen Mantaplatte blickten Stammbesucher in fremde Gesichter am Grill – hier war ebenfalls ein Anbieterechsel vorgenommen worden. Ob das wohl eine gute Entscheidung war… robui