„Rietberg soll familienfreundlichste Stadt in NRW sein“

Großer Dank: Werner Bohnenkamp wird für 25 Jahre als stellvertretender Bürgermeister geehrt

Bürgermeister Andreas Sunder (rechts) dankt seinem treuen Stellvertreter. Werner Bohnenkamp ist bereits seit 25 Jahren in di

R i e t b e r g (mad). Die Überraschung ist gelungen: Bürgermeister Andreas Sunder richtete seine Worte in der vergangenen Ratssitzung an Werner Bohnenkamp und gratulierte ihm zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum auf dem Posten des stellvertretenden Bürgermeisters. Der FWGler war sichtlich gerührt von dieser Geste.
Ein Vierteljahrhundert schon ist Werner Bohnenkamp als stellvertretender Bürgermeister bei der Stadt Rietberg tätig. „Mit persönlichem Engagement und großer Leidenschaft gehst du dieser Aufgabe nach“, sagte Andreas Sunder und zückte flugs ein süßes Präsent und einen Strauß Blumen für den Mann an seiner Seite. Vorbildlich sei die Arbeit Bohnenkamps und vor allem stets den Bürgern in der Stadt zugewandt, so Sunder, der keinen Hehl daraus machte, Bohnenkamp stets mit als erstes zu nennen, wenn er seine eigenen Vorbilder aufzählen würde. Werner Bohnenkamp selbst war sichtlich gerührt von diesem Überraschungsangriff. Mit einer kurzen Unterbrechung zwischen 1994 und 1997 (da war Gerd Muhle auf dem Posten) war Werner Bohnenkamp seit 1989 im Amt des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters, seit 2014 dann als erster Stellvertreter.
1979 stieg Bohnenkamp im Alter von 33 Jahren in die Rietberger Politik ein. „Ich war damals Sprecher der Bürgerinitiative Pulverdamm undwollte etwas verändern“, sagt Bohnenkamp im Gespräch mit dem RSA.  Als größte Erfolge seines Wirkens, wobei er nicht vergisst, viele Mitstreiter zu erwähnen, zählt Bohnenkamp das betreute Wohnen in Rietberg, den Erhalt der Südtorschule und Einrichtung der Jugendarbeit, sowie die Planung verkehrsberuhigter Straßen in der Stadt oder das neue Feuerwehrgerätehaus in Rietberg auf, um nur einige seiner vielen politschen Projekte zu nennen. Doch es gab nicht nur Erfolge. „Es gibt auch Enttäuschungen. Der neue Recyc­linghof zum Beispiel ärgert mich. Aber ich habe nie die Flinte ins Korn geworfen. Deshalb bin ich auch noch dabei“, sagt der 70-Jährige, der die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit sehr zu schätzen weiß. „Ich habe in den 38 Jahren ungemein viel dazugelernt und will keine Stunde meiner Kommunalpolitik missen. Mein größtes Anliegen ist es, Rietberg für die Zukunft fit zu halten und daraus die familienfreundlichste Stadt in NRW zu machen.“ Im Jahr 2011 wurde Werner Bohnenkamp für sein unermüdliches Engagement die Bundesverdienstmedaille verliehen. „Das ist für mich eine Antriebsfeder und sie beflügelt mich, weiterzumachen“, sagt er. Die Emsstadt liegt ihm sehr am Herzen. „Ich schätze besonders das vielfältige Vereinsleben, das Wir-Gefühl, die Offenheit gegenüber anderen Kulturen und die Hilfsbereitschaft allgemein und besonders im Zusammenhang mit den Flüchtlingen“, sagt er.
Den lobenden Worten Sunders kann sich Bohnenkamps Fraktionskollege Jürgen Don nur anschließen: „Ich bewundere an ihm die Art, wie er auf Menschen zugeht. Er ist das Sprachrohr für diejenigen, die sich nicht äußern können oder wollen“, sagt Don, der die Gradlinigkeit Bohnenkamps bewundert. „Er verbiegt sich nicht“, so Don und betont:  „Für sein politisches Engagement genießt Werner große Anerkennung in der Bevölkerung.“ Ein Zeichen der Wertschätzung der Rietberger sei sicherlich auch der Umstand, dass Bohnenkamp seit der Kommunalwahl 1979 bei den folgenden Abstimmungen seinen Wahlkreis stets direkt geholt hatte. „Die FWG ist sehr froh, ihn in unseren Reihen zu haben und wir wünschen uns noch viele Jahre gemeinsamer politischer Arbeit“, betont der FWG-Mann. Doch Jürgen Don äußert sich nicht nur als Fraktionskollege Bohnenkamps, sondern auch als Freund: „Ich beneide Werner um seinen Optimismus selbst in persönlich schwierigen Situationen. Er ist immer gut gelaunt und lässt sich nicht unterkriegen. Er ist ein ganz besonderer Mensch.“