Renovierung muss nachgebessert werden

St. Anna-Bokel: Ambo und Altar passten plötzlich nicht mehr zueinander

Pfarrer Andreas Zander wollte den Ambo aus dem Altarraum nach vorne gerückt wissen.

B o k e l (robui). Eigentlich war sie abgeschlossen, die umfangreiche Sanierung der Innenräume der Pfarrvikarie St. Anna Bokel. Doch jetzt geht es noch einmal um das Interieur, die künstlerische Gestaltung und die Feinabstimmung der Altarelemente untereinander. Und der Tenor: es muss in einem Bereich tatsächlich nachgebessert werden.

Im Verlauf des Sommers und Herbstes erfuhr das Kirchlein eine grundlegende Sanierung in Form eines komplett neuen Anstriches der Innenräume, es wurde am Altar gearbeitet und dabei auch der Ambo von seinem Platz weit hinten ganz nach vorne gerückt. Das war ein besonderer Wunsch von Pfarrer Andreas Zander, der schlichtweg näher bei und mit den Gläubigen die Messen feiern mochte. Über mehrere Monate fanden die Gottesdienste im nahen Pfarrheim statt, die Kirche war wegen der Arbeiten komplett geschlossen. Kurz vor dem Weihnachtsfest konnten die Bokeler Katholiken ihre neu gestaltete Kirche begutachten und schienen zufrieden.
Doch Ambo und Altar, beide vom heimischen Küstler Johannes Niemeier beim Einbau vor vielen Jahren feinst aufeinander abgestimmt, passten jetzt nicht mehr zusammen. Das Ergebnis aller Gespräche: So kann es nicht bleiben.

 

Der Ersatzambo stammt aus dem alten Fundus der Bokeler Gemeinde, er dient nur zur Überbrückung.

 

Zander erklärte im Pfarrbrief öffentlich: „Die Umgestaltung des Chorraumes war der eigentliche Anlass für die Baumaßnahme, die Zustimmung des Künstlers lag vor.“ Nun aber „bemängelt er Form und Aufstellung des Ambos.“ Dazu gehört unter anderem die Höhe. Die bisherige zusätzliche Stufe zur Erhöhung des Altars war weggenommen worde. Eine ebensolche unter dem Ambo indes blieb. Damit ist jetzt die Höhengleichheit beider Gegenstände im Chorraum nicht mehr gegeben.
Der Kirchenvorstand hatte die Einwände durchaus zur Kenntnis genommen, sie aber nicht für gravierend genug erachtet, tätig zu werden. Das allerding sieht das Erzbischöfliche Generalvikariat anders. Dort stehen Urheberrechtsentwürfe von Künstlern ganz hoch im Ansehen und fast immer wird diesen bei Veränderungen stattgegeben.
Nun also hat das Generalvikariat erwirkt, dass neu konzipiert werden muss. Niemeier selbst fertigte, übrigens kostenlos, den Entwurf, nach dem Ambo und Altar in der Feinabstimmung wieder passen und nachdem der Ambo kunstvoll an den vorhandenen Boden angepasst wird. Ein Steinmetz kümmert sich bereits um die Umänderung, die Kosten liegen bei etwa 4.000 bis 5.000 Euro, die zu einem Teil aus Spenden finanziert werden sollen.