Nein, er geht nicht so ganz – er bleibt Rietberg erhalten

Beigeordneter und Kämmerer a.D. Dieter Nowak in festlichem Rahmen in den Ruhestand verabschiedet

R i e t b e r g (robui). „Niemals geht man so ganz, irgendwas von dir bleibt hier, es hat seinen Platz, immer bei mir…“, so sang einst Trude Herr, das kölsche Original, in der ihr eigenen Melancholie. Genau solche schwang jetzt mit in den Worten des Bürgermeisters Andreas Sunder, als er seinen Beigeordneten, Dieter Nowak, in den Ruhestand entließ.
In durchaus festlichem Rahmen im Ratssaal verabschiedten Weggefährten, Kollegen, Vorgänger und Co in Anwesenheit auch der Familie von Dieter Nowak den verdienten Verwaltungsfachmann. Insbesondere Sunder war das Bedauern über diesen Schritt anzumerken. „Wir waren fünf Jahre ein Paar“, scherzte er wehmütig, und stellte heraus, dass er mit seinem Stellvertreter im Rathaus jemand gefunden habe, „mit dem ich immer rechnen konnte. Und das machte mir meinen Job in vielen Situationen einfacher.“
Etliche Episoden des gemeinsamen Wirkens an der Spitze der Kommune und ihrer Verwaltung seien ihm „in besonderer Erinnerung geblieben.“ Dabei setze diese Erinnerung „schon lange vor meiner Zeit als Bürgermeister ein“: Sunder weiter: „2004 wurde ich für die FWG in den Stadtrat gewählt. Als Oppositionspolitiker, der seine neugierige Nase gerne in alle Themen steckt, braucht man jemanden, der gern und gut erklärt. Denn wen sollte man noch fragen, wenn selbst die Fraktionsvorsitzenden mit fast 40 Jahren Ratsarbeit auf dem Buckel nicht mehr weiter wissen.“ Der Bürgermeister attestierte Nowak, der seit 47 Jahren in der Rietberger Verwaltung arbeitet, eine „ausgleichende Art“ mit diesen Worten: „Wenn die Wogen der politischen Auseinandersetzung mal wieder zu hohe Wellen schlugen, hast du das aufgebrachte Meer so manches Mal beruhigt. Und zwar völlig unabhängig von Parteigrenzen.“ Abschließend bemerkte Sunder, der am Rande des Abends einen Schwächeanfall erlitt und zur Untersuchung vorübergehend ins Krankenhaus gebracht werden musste: „Wir waren immer ein gutes Team.“ Für den Personalrat dankte Jörn Frensemeier: „Du hast stets einen kollegialen Umgang mit den Beschäftigten der Verwaltung gepflegt und nicht von oben herab gehandelt.“ Er schließe ab mit dem bisherigen Berufsleben, konstatierte Nowak, und erklärte, er freue sich auf alles Zukünftige. Dazu zählt sicher nicht zuvorderst sein Aufgabenbereich als Teilzeit-Geschäftsführer der neuen Stadtwerke Rietberg-Langenberg. Auch Enkelin Charlotte wird ihren Opa beanspruchen. Und Ehefrau Elfriede schickte den Kenner der Zahlen gleich mal zum Einkauf in den Netto.

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