Leuchttürme im Ehrenamt elektrisieren Mitmenschen

Ehrennadeln der Stadt Delbrück gehen beim Kaffeeklatsch an Karl-Heinz Mücher und Frank Remmert

Delbrück (rb). Karl-Heinz Mücher und Frank Remmert sind zwei wunderbare, charakterstarke Männer, die als Leuchttürme im Ehrenamt ihre Mitmenschen elektrisieren. Seit gestern tragen sie die Ehrennadel der Stadt Delbrück in Gold mit Diamant. „Sie haben Verantwortung für andere übernommen. Mit diesem äußeren Zeichen des Dankes möchten wir ein wenig zurückgeben“, stellte Bürgermeister Werner Peitz die beiden vorbildlich Engagierten auf der Bühne der Katharinenmarkt-Festzelthalle ins Rampenlicht.
Bei der siebten Auflage fand die Auszeichnung von Stadt und Rat als erster Programmpunkt der rappelvollen, neu konzipierten Veranstaltung „Kaffeeklatsch“ statt.
Ausführlich stellte Peitz den Gästen die Persönlichkeiten vor. Mücher ist seit 30 Jahren für Menschen aus anderen Kulturkreisen aktiv, gehörte  vor 21 Jahren zu den Mitbegründern des Flüchtlingsrates Paderborn und knüpft unter anderem ein erfolgreiches Netz mit der AWO, der Caritas, der Gemeindekonferenz und Anwälten. Der ehemalige Lehrer ist ein kompetenter Ratgeber im schwierigen Asylrecht. Vor einigen Jahren wurde auch unter seiner Verantwortung die beispielhafte Initiative „Delbrücker unterstützen Flüchtlinge durch Ehrenamt (DuFdE)“ ins Leben gerufen. „Ich hätte eine Menge zu sagen“, wandte sich der Geehrte letztendlich nur mit zwei Worten an die Zuhörer: „Vielen Dank“. Remmert ist angesichts seines eigenen Schicksals ein echter Mutmacher. Nachdem der Torwart 1996 im Alter von 29 Jahren nach einem schweren Unfall die Fußballschuhe an den Nagel hängen musste, widmete er dem SuS Boke andere Fähigkeiten. Trotz der Beeinträchtigung begann er seine Arbeit als Betreuer und agiert seit 2000 als verantwortlicher und überaus beharrlicher Geschäftsführer für den 800 Mitglieder zählenden Sportverein. Zudem setzt er sich seit 1999 als Geschäftsführer des Heimatvereins besonders für das Miteinander von Jung, Alt, Neubürgern und Flüchtlingen in der Dorfgemeinschaft ein. „Beim Heimatverein und beim SuS Boke geschieht nichts ohne sein Zutun“, schloss Bürgermeister Werner Peitz die Laudatio.