Laut ratternde Motoren und Dieselgeruch in der Luft

Maisernte wie damals: Schlepperfreunde aus Ostenland holpern mit dem Einreiher durchs Feld

Teamarbeit ist hier gefragt: Wie damals auch fahren die Schlepperfreunden im Verbund übers Feld und ­ernten eine Reihe nach

Ostenland (hds). Was für eine Geräuschkulisse: die ratternden Motoren der alten Trecker und das prägnante Rauschen der Maiskörner, wenn sie in den Anhänger prasseln. Vor gut 40 Jahren verlief die Ernte noch genauso, wie es jetzt beim Maishäckseln auf dem Feld gezeigt wurde – mit dem sogenannten Einreiher und ordentlich Abgasen in der Luft.
Eindrucksvoll ließen die Schlepperfreunde aus Ostenland mit ihren Traktoren die alten Zeiten wieder aufleben. Zum zweiten Mal zeigten sie mit ihren in die Jahre gekommenen Landmaschinen, wie noch vor einem halben Jahrhundert der Mais geerntet wurde. Dafür hatte Landwirt Karl-Heinz Fortmeier auf seinem Feld am Haustenbach etwa 50 Reihen Mais stehen gelassen. Schnell wurde sich, wie es damals Gang und Gäbe war, nebeneinander angeordnet und so ein Wagen nach dem anderen mit den Maiskörnern gefüllt. Da war ein präzises Zusammenspiel der Akteure gefragt, denn der Traktor mit dem Anhänger musste seine Geschwindigkeit und den Abstand an den Erntetraktor anpassen. Da bewiesen die Schlepperfreunde wahrlich Augenmaß und arbeiteten sich gleichmäßig Reihe für Reihe durch das Feld. Der Mais wurde anschließend als Viehfutter eingelagert. Vor ihrem Einsatz wurden die betagten Erntegeräte für ihren Einsatz fit gemacht: Hier ein Tröpfchen Öl, dort ein bisschen Schmierfett – da zeigten sich die Antriebsketten und die ausgeklügelte Mechanik direkt dankbar, dass sie nach langer Ruhezeit wieder einmal vollen Einsatz zeigen konnten. Nach dem arbeitsreichen Erntetag nutzten die Schlepperfreunde das Beisammensein noch ausführlich für Benzingespräche über die alten Schätzchen der Marken Schlüter, Fendt oder Deutz, die sie stolz präsentiert hatten.