Kitas können den Bedarf nicht abdecken

Eine Containeranlage muss als Zwischenlösung herangezogen werden

Der Platz ist knapp in den Rietberger Kitas. Im Ü3-Bereich fehlen etwa 50 bis 80 Plätze. Die Stadt zieht in Erwägung, die

Rietberg (mad). Lange schon hat es sich angedeutet: Rietberg braucht mehr Plätze für die Kinderbetreuung. Es wurden Kitas erweitert und neu gebaut – dennoch reichen die angebotenen Plätze nicht aus. Deswegen sucht die Stadt nach einer Lösung und plant, die leerstehende Asylunterkunft an der Sandfeldstraße 50a für die Kinder zu nutzen.

50 bis 80 Betreuungsplätze sind es schon allein auf dem Bereich der Ü3-Kinder, die fehlen. Hauptsächlich betroffen von der Unterversorgung ist das Stadtgebiet Rietberg, teilte Bürgermeister Andreas Sunder im Rat der Stadt mit. Ebenso zeichne sich eine große Unterversorgung bei den U3-Kindern ab – auch wenn für diese kein Rechtsanspruch

Unterversorgung auch auf dem U3-Bereich

auf einen Kindergartenplatz besteht. Aber wie kommt es zu dieser eklatanten Unterversorgung? Andreas Sunder erklärte, dass das Kreisjugendamt die Betreuungsquote von 91 auf 99 Prozent angehoben habe. Zudem sei die Geburtenzahl gestiegen (auf nunmehr 300 bis 320 Kinder pro Jahr statt Jahre zuvor noch etwa 265).
Um den Kindern doch noch eine Betreuung zu sichern, habe es Gespräche mit den 17 Rietberger Kitas gegeben, ob nicht doch noch irgendwo Kapazitäten für eine zusätzliche Gruppe vorhanden seien oder ob die jeweilige Kita die Trägerschaft für eine neue Einrichtung übernehmen würde.
Um dem Platzmangel wenigstens vorübergehend entgegenzuwirken, plant die Verwaltung, die Asylunterkunft an der Sandfeldstraße 50a als provisorische Unterbringung herzurichten. Dies sei mit relativ wenig Aufwand umsetzbar, so Sunder. Die Container mussten bereits im Jahr 2017 als Zwischenlösung herhalten.
Judith Wulf (FWG) machte auf das Problem in den Ortsteilen aufmerksam: So hätten in Bokel 27 Familien eine

In Bokel bekamen 27 Familien eine Absage

Absage von den Kitas erhalten. „Das ist viel zu hoch“, sagte die Ortsvorsteherin und hoffte auf die Mitwirkung von Jugendamt und Landschaftsverband Westfalen-Lippe, um schnell zu unbürokratischen Lösungen zu kommen. Hier gelte es, bei der Betriebserlaubnis nicht zu kleinlich zu sein.