Großes Lob: „Besser kann man nicht wirtschaften“

Kämmerer stellt die Jahresbilanz für 2015 vor und prognostiziert für 2016 ein dickes Plus

R i e t b e r g (mad). Die gute Nachricht zuerst: Die Stadt Rietberg wird das vergangene Haushaltsjahr 2016 mit einem ordentlichen Plus abschließen. Der vorläufige Zwischenbericht bilanziert eine Summe von 3,7 Millionen Euro in der Rietberger Stadtkasse. Kalkuliert hatte die Verwaltung zunächst mit einem Defizit von 3,6 Millionen Euro.
Damit hat es Rietberg erstmals seit 2009 und der damaligen Umstellung auf das neue Haushaltssystem geschafft, mit einer schwarzen Zahl abzuschließen. Befand sich Rietberg 2014 mit 3,9 Millionen Euro noch deutlich im Minus gibt die Ergebnisrechnung für 2015 Grund zur Freude. Erträgen von 52,57 Millionen Euro standen Aufwendungen in Höhe von 52,64 Millionen Euro gegenüber. Damit schrumpfte das Haushaltsdefizit auf 71.000 Euro. „Auf diese fast schwarze Null können wir stolz sein“, so Bürgermeister Andreas Sunder. Eine gute Ausgangsbasis für das Jahr 2016, für das der Kämmerer seine vorläufige Rechnung nun mit einem Plus von 3,7 Millionen Euro beschließen konnte. Zu verdanken ist das Rekordergebnis in erster Linie der heimischen Wirtschaft. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer waren im vergangenen Jahr um rund 6,7 Millionen Euro höher als es noch zum Jahresbeginn erwartet worden war. Ausgegangen war die Verwaltung von Einnahmen in Höhe von 18,6 Millionen Euro. „Für die gute konjunkturelle Entwicklung können wir dankbar sein“, sagte Kämmerer Dieter Nowak in der vergangenen Ratssitzung. Doch verwies er sogleich auf die Einmal-Effekte, zum Beispiel Firmeninhaberwechsel, die in hohem Maße zu diesem Ergebnis beigetragen hatten. Außerdem hatte Rietberg weniger Flüchtlingsunterkünfte gebaut, als es noch Anfang 2016 geplant war. Damit waren der Stadt weitere Kredite erspart geblieben, die in Höhe von 15 Millionen Euro eingeplant waren. Jürgen Don lobte die Arbeit der Verwaltung: „2014 mit fast 4 Millionen Euro Defizit, das 2015 fast abgearbeitet war (Defizit 71.000 Euro) und nun im Plus. Besser kann man nicht wirtschaften“, so der FWG-Fraktionsvorsitzende. Andreas Sunder ergänzte, dass es nun wieder möglich sei, die aufgebrauchte Ausgleichsrücklage, die einmal 12 Millionen Euro schwer war, wieder aufzufüllen. Das Ergebnis für 2016 ist jedoch noch nicht fix. In des Kämmers Bilanz sind noch nicht alle Abschlüsse und Buchungen berücksichtigt. Aber Dieter Nowak prog­nostiziert, dass dennoch ein Plus in Millionenhöhe in der Stadtkasse verbleiben wird. In den Berechnungen hinkt die Verwaltung dem vorgegebenen Zeitplan etwas hinterher. „Die Frist halten die Kommunen oft nicht ein“, so Nowak, der den Haushalt für 2016 noch bis Mitte des Jahres fertig haben möchte.