Gregor Meyle nimmt spontan ein Bad in der Menge

Hautnah: Künstler lässt musikalisch die Hosen runter und geht mit seinen Fans auf Tuchfühlung

„Macht ihr ein bisschen Platz, dann kommen wir zu euch in die Mitte“, fragt Gregor Meyle und bahnt sich sofort seinen Weg

Rietberg (mad). „Es sind Lieder von einem Album, bei dem man auch mal die Hosen runterlässt. Aber dann ist es auch ehrlich und so muss es sein“, sagt Gregor Meyle und präsentiert seinen Fans in der Cultura ein unglaublich vielseitiges Repertoire an eigenen Songs. Dazwischen gibt der 40-Jährige, der bereits 2008 schon einmal in Riebterg nächtigte – als Tontechniker während der Landesgartenschau, immer wieder Einblicke in sein Privates: Er erzählt von Höhen und Tiefen im Leben, die ihn zu seinen Texten inspiriert haben – der Tod seiner Mutter, die Geburt seiner Tochter (für die er „Die wunderschönsten Dinge“ schrieb) und natürlich die Frau an seiner Seite. Mal melancholisch und nachdenklich, mal euphorisch und schwungvoll – Meyle lässt seine Fans teilhaben an seinen Werken, die widerspiegeln, wie sehr er das Leben und die Musik liebt. Da darf „Keine ist wie du“ nicht fehlen. Zum peppigen Titel „Ich nehm dich mit irgendwann“ teilt er die rund 800 Konzertbesucher in drei Gruppen. Das „rächt“ sich, denn die wollen den Song gar nicht mehr beenden. Gregor Meyle lässt Nähe zum Publikum zu und so ist es nicht verwunderlich, dass er am Ende eines außergewöhnlichen Konzertabends die Gitarre schnappt und sich den Weg in die Menge bahnt.