Gnadenhof bekommt eine große Spardose

Zehn Jahre „Achtung für Tiere“: Künstler fertigt Esel aus Metallstücken an

Der Rietberger Künstler Angelo Monitillo (links) hat Vereinsgründerin Astrid Reinke (vorne Mitte) den rüstigen Esel Herber

Varensell (mad). Der Gnadenhof des Vereins „Achtung für Tiere“ hat einen neuen Bewohner, der bei seiner Ankunft für ordentlichen Rabatz gesorgt hat. Denn wenn der Vierbeiner mit einer Münze gefüttert wird, ertönt ein nicht überhörbares „Iiiiiiaaaaaah“. Herbert heißt der Esel, den der Rietberger Künstler Angelo Monitillo mit Jugendlichen des Tierschutzvereins aus Metall gefertigt und nun zum zehnjährigen Vereinsbestehen überreicht hat.
Herbert ist aber nicht nur eine Skulptur. Der Metall-Esel ist eine außerdem eine riesige Spardose für Spenden. Geldscheine „inhaltiert“ der stählerne Esel durch die Nasenlöcher, Münzen finden durch den Schlitz in Herberts Maul ihren Weg ins Innere. Dort passieren sie eine Lichtschranke und lösen damit das integrierte Soundsystem aus, welchen sodann den typischen Ruf des Huftieres ertönen lässt. Da es sich dabei um eine Aufnahme von echten Eseln handelt, bekam Herbert bei einer kurzen Demonstration seiner Gesprächigkeit auch umgehend und lauthals Antwort von seinen drei lebendigen Kollegen. Neben den drei Langohren beherbergt der Hof von Tierärztin Astrid Reinke auch zwei Pferde, 21 Katzen, sechs Hunde und drei Hühner nebst Hahn und sogar sieben weiße Mäuse, die eigentlich in einem Versuchslabor landen sollten. Sie alle zusammen machen eine Menge Arbeit auf dem Gnadenhof, die von vielen ehrenamtlichen Helfern des Vereins verrichet wird. Rund 100 Mitglieder

Spender ermöglichen die  Skulptur von Monitillo

unterstützen das Tierschutzprojekt, das auf Spenden angewiesen ist. „Es macht Mut zu erleben, dass schon junge Menschen engagiert für den Tierschutz eintreten“, lobte Astrid Reinke insbesondere die Jugendlichen, die sich nicht nur auf dem Hof betätigen, sondern sich auch dafür eingesetzt haben, Herbert wieder ein bisschen zum Leben zu erwecken.
Nun feierte der 2008 gegründete Verein sein zehnjähriges Bestehen mit vielen Gästen und Besuchern, für die sich die Ehrenamtlichen auch ein schönes Programm ausgedacht hatten mit Themen rund um den Tierschutz. Herbert – übrigens als Erinnerung für den mittlerweile verstorbenen Hof-Esel Herbert und gleichzeitig ein kleines Denkmal für alle Tiere des Vereins, die nicht mehr leben – wird seinen Platz auf dem Hof beziehen. Und wer ihm etwas Geld zusteckt, wird mit einem freudigen „Iiiiaaaaah“ bedankt.
Infos über den Tierschutzhof gibt es im Internet unter www.achtung-fuer-tiere.de.