Gesundes Schulessen gehört zur pädagogischen Bildung

So schmecken sogar Spinat und Zucchini: Sternekoch Stefan Marquard zeigt Kindern gutes Kochen

Gemeinsam mit Sternekoch Stefan Marquard stehen die kleinen Nachwuchsköche in der Mensa und lernen einiges über gesunde Ern

Rietberg (hw). Im TV läuft eine erfolgreiche Koch-Serie nach der anderen. Sterneköche werden gefeiert wie Stars. Dass gutes Essen aber viel mehr ist, als ein Trend, sondern vor allem gesund und lecker sein sollte, das erlebten jetzt 24 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Nepomucenum in Rietberg hautnah. Und dabei durften sie sogar mit einem prominenten Sternekoch gemeinsam schnibbeln, rühren, dünsten, braten und natürlich genießen.
Einen ganzen Vormittag lang war Stefan Marquard zu Besuch und gab nicht nur den Kindern, sondern auch den Mitarbeitern der Mensa einige wertvolle Tipps. Und natürlich trug der prominente Fernsehkoch auch hier anstatt einer Kochmütze sein Markenzeichen, das bunte Piraten-Kopftuch.
Hähnchen-Nuggets, Zucchini-­Gemüse, Spinatnudeln, Kichererbsenbällchen und als Nachtisch Wassermelonen-­Smoothie und Weintrauben am Spieß, standen auf der Speisenkarte. „Stefan hat uns genau gezeigt, wie das geht“, sagt die zehnjährige Albijana. Ihr gefiel das Kneten der Kichererbsenbällchen am besten. Während die gleichaltrige Claire die Herstellung des Melonen-Smoothies besonders toll fand. Und auch Mona (10), Lena (11), Annalena (10) und Charlotte (10) hatten beim Kochen „richtig doll Spaß“.
Der Profikoch war bisher an 35 Schulen zu Gast, um für eine gleichzeitig gesunde und schmackhafte Küche zu werben. Initiiert wurde das Projekt „Sterneküche macht Schule“ von der Knappschafts-Krankenkasse. Stefan Marquard selbst versteht sich als Botschafter der gesunden Küche. „Es geht hier

Sternekoch propagiert die gesunde Küche, die schmeckt

auch um die Zukunft“, sagt er. Die schulische Verpflegung gehört für ihn zur pädagogischen Bildung, die sich auch auf das außerschulische Leben positiv auswirke. Über die Kinder werde die Botschaft nach außen transportiert. Eltern und Kinder versteht er als Team, wenn es ums gesunde Kochen geht.
Dabei hat das Mensateam unter der Leitung von Eva Laumann eine echte „Nachhilfe“ gar nicht nötig. Das Projekt richtet sich nämlich vorrangig an Schulen, die diesbezüglich einen echten Verbesserungsbedarf haben. Dass das Rietberger Gymnasium jetzt doch dabei war, ist eher so etwas wie eine Belohnung für eine ohnehin vorbildliche Mensaküche. Doch auch die kann immer noch etwas dazu lernen. So erfuhren die Mitarbeiter unter anderem, dass man beispielsweise Hähnchen bei niedrigeren Temperaturen und in einem Viertel der üblichen Garzeit schonend zubereiten kann. Und noch einen Tipp aus Großmutters Zeiten hatte der Kochprofi als Geschmacksverbesserung für viele Gerichte parat: „Eine kleine Prise Zucker.“
Zu den Gästen, die das Ergebnis probieren durften, zählten mehrere hundert Mitschüler, Lehrer und geladene Gäste. Darunter auch Bürgermeister Andreas Sunder, der diese ganz besondere Mittagspause sehr genoss.

Albijona (links) und Annalena lassen sich das selbstgekochte Essen mit Appetit schmecken.
Auch Bürgermeister Andreas Sunder (rechts) schaut in der Schulmensa vorbei.