Gestaltungskonzept: Ideen stoßen auf wenig Gegenliebe

Wenig attraktiv: Anlieger der Rathausstraße kritisieren die Stadtbild verändernden Entwürfe

Künftig soll hier keine Durchfahrt mehr möglich sein. Foto: RSA/Addicks

Rietberg (mad). Nach der Vorstellung des Gestaltungskonzeptes für die Rietberger Innenstadt melden sich nun auch die Mitglieder der Immobilien und Standort Gemeinschaft der Rathausstraße Rietberg (ISG). Bei einer Versammlung der Anlieger der Rathausstraße wurde nun das Entwurfkonzept kontrovers diskutiert und einiges an Kritik geäußert.
Bürgermeister Andreas Sunder gab bei der Gelegenheit bekannt, dass die Versetzung des Niemeier-Brunnens nicht mehr zur Debatte stünde. Der Künstler sei damit nicht mehr einverstanden und habe auf das Urheberrecht verwiesen. Sunder erklärte, dass für einen Teil der vorgelegten Planungen bereits ein Bewilligungsbescheid vorliege, so zum Beispiel für die Umgestaltung eines Teils der Rathausstraße. Dieses Vorhaben müsse jedoch bis Ende 2020 umgesetzt und abgerechnet werden. Diese Maßnahme könne in nur zweieinhalb Jahren umgesetzt werden. Größte Bedenken äußerten die Anwesenden insbesondere mit Blick auf wegfallende Parkflächen (19 Stellplätze). Diese sollen teilweise ersetzt werden, nämlich durch Stellfläche in Pastors Garten. Für die Gestaltung der neuen Mitte – so wie in den Plänen dargstellt nur ohne Versetzung des Brunnens – kündigte Sunder für die Abbindung der Rügenstraße eine Verkehrsuntersuchung an, nannte dafür aber keine Kosten. Weiterer Kritikpunkt war die deutlich schlechtere Erreichbarkeit einiger Geschäfte und Büros, sollte der Bolzenmarkt abgebunden werden. Zudem könnten die Karnevalszelte nicht mehr wie gewohnt gestellt werden (Rettungswege). Andreas Sunder betonte, die Bürger in die Umgestaltung der Innenstadt mit einbeziehen zu wollen. Die Frage des ehemaligen Stadtdirektors Hermann Kloocks, warum es keinen Bebauungsplan gebe, beantwortete Stadtplaner Rüdiger Ropinski damit, dass er für einen solchen keinen Grund sehe.