Geschenktes Stadtsäckel hätte sich eh nicht gelohnt!

Gegenwehr in Sachen Übergabe der Stadtgewalt – Uwe Scholz holt sich den Titel „Kranzkönig“

Delbrück (mad). Kranzreiten unter erschwerten Bedingungen: Auf weißer Wiese und im Schneegestöber visierten die Anwärter auf die Königswürde den grünen Kranz an. Der glückliche Griff gelang dem Delbrücker Uwe Scholz, der seinen Rappen zielsicher unter den Buchsbaumring manöv­rierte.
Die vielen Zuschauer, die trotz der widrigen Wetterverhältnisse am Rande von Stratmanns Wiese Aufstellung genommen hatten, mussten im Schneetreiben nicht lange zittern: Schon um 10.24 Uhr beendete der 44-Jährige den Wettbewerb um den Titel des neuen Kranzkönigs und tritt damit die Nachfolge von Fabian Päsch an.
Uwe Scholz, bei GHD Georg Hartmann Maschinenbau in Delbrück als Vorarbeiter beschäftigt, ist karnevalistisch schwer vorbelastet: Seit 22 Jahren gehört er zum Delbrücker Männerballett und ist viele Jahre mit den „Great Balls of Fire“ bei den Umzügen vertreten. In seiner Freizeit geht er, ebenso wie seine Königin, gerne im WLS Delbrück auf Tauchstation. Die Frau an seiner Seite ist Christiane Werning. Die 47-jährige Mutter eines Sohnes ist Zahnmedizinische Fachangestellte in der Delbrücker Praxis Dr. Wemhöner.
Mindestens so unterhaltsam wie auf der verschneiten Wiese an der Schlaunstraße wurde es wenig später vor dem Rathaus: Prinz Markus I. Berhorn kam herangeritten, den Schlüssel des Verwaltungsgebäudes zu erobern. Mit einem bloßen „Nein“ gab sich der frisch gekürte Narrenprinz jedoch nicht zufrieden und auch die dargereichte Stadtkasse – es hätte sich eh nicht gelohnt – konnte ihn von seinem Vorhaben nicht abbringen. Aber Bürgermeister Werner Peitz hatte noch mehr zu bieten, um den Goldenen Schlüssel nicht he­rausrücken zu müssen. Ein Jahr lang freies Parken in Delbrück konnte den Prinzen, der nach eigenen Angaben ohnehin eher mit dem Rad unterwegs sei, auch nicht überzeugen. Aber sportlich wie er ist, konnte sich der edle Reiter überreden lassen, fair um die Stadtmacht zu kämpfen: im Torschießen gegen die Rathausmannschaft. Indes die Verteidigungslinie von des Bürgermeisters Gefolge schwächelte und so musste Werner Peitz doch noch den Goldenen Schlüssel in die Hände des obersten Jecken übergeben.

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