Ein riesiges Lichtermeer erhellt die schwarze Nacht

Viele Gläubige machen die Marienweihe in Ostenland zu einem ganz außergewöhnlichen Ereignis

Eine Marinestatue, die den ganzen Weg der Prozession von den Schützen getragen wird, begleitet die Lichterprozession.Fotos:

Ostenland (hds). Zur Erneuerung der Marienweihe durch Weihbischof Matthias König und der anschließenden Lichterprozession in Ostenland waren unzählige Gemeindemitglieder gekommen. Bereits am Nachmittag wurde mit einer Segensandacht für Senioren und Kranke im Gotteshaus die Marienweihe begonnen. Die Lichterprozession wurde Dank der vielen Teilnehmer zu einem ganz besonderen Ereignis mit außergewöhnlicher Atmosphäre.
Traditionell mit einer Kutsche kam Weihbischof Matthias König gegen 20.30 Uhr vorgefahren und wurde von den Fahnenabordnungen aller Ostenländer Vereine am Pfarrheim begrüßt. In seinem Wort sprach der Weihbischof die Kraft des Glaubens für den Alltag an. „So sendet die Mutter Gottes uns auch Zeichen zur Ermutigung und Stärkung. Doch ist in den 2000 Jahren des Christentum der Glaube nicht allen auf Wundern aufgebaut“, so Matthias König. Die von Gott gebene Möglichkeit, mit anderen Menschen zu teilen, sei ein wichtiger Bestandteil der Glaubensgemeinschaft. „Hier in Ostenland ist die Mutter Gottes mit dem Goldenen Herzen in der Hand ein besonderes Zeichen der Fürsprache geworden“, sagte der Weihbischof. Schon Stunden vor der Prozession verweilten zahlreiche Menschen vor dem Gotteshaus. Das Glaubensfest, das seit 2010 in Ostenland unter großer Beteiligung stattfindet, führt jährlich mehr als 2.000 Gläubige zusammen. Rund 300 Ehrenamtliche sind schon Wochen mit der Vorbereitung beschäftigt. So bieten zum Beispiel die Malteser die Möglichkeit an, ältere und gehbehinderte Besucher mit einem Rollstuhl bei der Prozession zu begleiten.