Ein neuer Brudermeister: Hanemann, geh du voran…

Westerwieher wählen ihren Ortsvorsteher Detlev Hanemann zum Nachfolger von Norbert Kröger

Hält künftig nicht nur das Mikrofon, sondern das ganze Westerwieher Schützenheft in der Hand: Detlev Hanemann.Fotos: RSA/r

Westerwiehe (robui). Da endete im Kükendorf am Wochenende ein ganz wichtiges Kapitel in der Geschichte der St.-Laurentius-Bruderschaft. Brudermeister Norbert Kröger gab nach 34 Jahren, in denen er an entscheidenden Stellen im Vorstand die Gemeinschaft wesentlich geprägt hatte, seineAufgaben in jüngere Hände weiter.
Seinen unermüdlichen Einsatz dankten ihm die zahlreichen Anwesenden mit der Ernennung zum Ehrenbrudermeister. 1984 bis 1998 war Kröger zunächst stellvertretender Vorsitzender gewesen. Dann fungierte er zwei Jahrzehnte lang als Boss der weithin bekannten und beliebten Westerwieher Schützengemeinschaft, die es so vortrefflich versteht, mit großer Gastfreundschaft ihre Feste zu feiern.
Dass unter der Ägide Krögers die Bruderschaft weiter zusammengewachsen ist und generationenübergreifend ein herzliches Miteinander herrscht, das wurde zuletzt bei dem so erfolgreich ausgerichteten Bezirksjungschützentag im Kükendorf deutlich.
Auch ein Verdienst des 68-Jährigen, der es mit Ruhe und Besonnenheit immer verstanden
hat, die mittlerweile über 680 Schützen, unter ihnen 120 Jungschützen, zu lenken. Ausnahmslos alle Aktiven im Saal Kreuzheide votierten auf Antrag von Willi Hartkamp dafür, Kröger zum Ehrenbrudermeister zu ernennen.
Und ebenso viele stimmten auch für die Wahl des neuen Schützenchefs, der in Westerwiehe so wahrlich kein Unbekannter ist.
Ortsvorsteher Detlev Hanemann übernimmt die Spitzenposition, bisher war er Stellvertreter Krögers. Hanemann ist auch bekannt als zweiter stellvertretender Bürgermeister und als Vertreter Westerwiehes in der CDU-Fraktion im Stadtrat.
Zunächst obliegen ihm die Führungsarbeiten allein, denn ein neuer zweiter Mann muss erst noch gefunden werden. Das soll aber im Laufe der nächsten Monate geschehen.
Wie die Versammlung zeigte, läuft es in allen Belangen gut für die Westerwieher Schützen, sieht man vielleicht einmal davon ab, dass die Stadtkönigswürde bis dato noch immer nicht geholt werden konnte. Dafür aber gibt es in diesem Jahr einen neuen Anlauf –
und die Hoffnung auf den Supertitel für die Laurentianer. Ansonsten: „Alles im Lot“; wie aus den verschiedenen Berichten deutlich wurde.
Eines der Aushängeschilder sind wie seit Jahrzehnten die Sportschützen, die wieder große Erfolge bei den Landes- und Bundesmeisterschaften hatten einfahren können.
Stolz ist man auf Christoph Wittreck, der in 2017 die Würde des Bezirksjungschützenkönigs hatte erringen können. Und ebenso stolz sind nicht nur die Jungschützen auf Luisa Hanswillemenke. Denn sie konnte sich sogar den Titel einer Bundesprinzessin sichern und repräsentiert den Verein nun beim großen Treffen des Nachwuchses in diesem Jahr in der Senne. Dank galt dem Nachwuchs für sein soziales Engagement

Generationsübergreifend hat Norbert Kröger (rechts) die Geschicke der Westerwieher Schützen gelenkt. Groß war die Freude auch bei ihm, als im vergangenen Jahr Christoph Wittreck Bezirksjungschützenkönig wurde.