Ein närrischer Jeck, der es verdient hat

Rietberger Karnevalisten ehren Werner Stücker mit dem „Goldenen Tor“

 

Rietberg (hds). Über die höchste Auszeichnung der Grafschaftler Karnevalisten freut sich Werner Stücker. Sichtlich überrascht war der 62 Jahre junge Versandarbeiter, der vor kurzem sein 40-jähriges Jubiläum bei Bertelsmann feiern konnte, als sein Name am Sonntag durch die geschmückte Aula des Schulzent­rums hallte. Als musikalisches Mitglied im Fanfarenzug begleitet Werner Stücker seit dem Jahr 1965 den Rietberger Karneval buchstäblich an vorderster Front. Ab dem Jahr 1988 widmete er sich intensiv weiteren närrischen Aufgaben. Er ist ein treues Mitglied im Elferrat. Als Standartenträger bei Umzügen hält er buchstäblich dem Verein die Stange.
„Es sind genau solche Vereinsmitglieder, die mit dem Ehrenamt unserer traditionsreichen Karnevalsgesellschaft ein Gesicht geben. Und dabei sind gerade diese Mitglieder nicht im Rampenlicht, sondern hinter der Bühne, wo sie für das Gelingen sorgen“, erklärte Präsident Robert Junkerkalefeld in seiner Laudatio zur dieser 85. Vergabe des Ordens. Eingebettet
in eine fast schon kleine Prunksitzung hatte diese Ordensverleihung wieder ihren bunten und passenden Rahmen gefunden. Auch die Rietifunken wirbelten nochmals über das Parkett. Gefolgt von den Turmfalken und dem Gardetanzpaar. Der Grafschaftler Prinzen-Club verschaffte sich durch einen humorvollen gewürzten Auftritt die Aufmerksamkeit der vielen Besucher. Mit der Frage ob es sinnvoll wäre, dass auch Frauen und fesche Mädchen im Elferrat aufgenommen  werden sollten, kam man dort zu dem Entschluss, um einem drohenden Zieckenkrieg vorzubeugen, dieses Vorhaben abzulehnen.