Ein Nachruf zum Tode von Pfarrer Alfons Wagner

Ehemaliger Geistlicher der Pfarrei St. Johannes Baptist in seinem Heimatort Lügde beigesetzt

Konzelebranten in der Messfeier zum 50-jährigen Priesterjubiläum im Jahr 2007: Pfarrer Wolfgang Braun, Pfarrer Andreas Zand

Rietberg. Am 22. Februar 2019 vollendete er sein 89. Lebensjahr. Zwei Tage später verstarb Alfons Wagner im Krankenhaus in Bad Driburg. Den gräflichen Kurort hatten er und seine Schwester Rosemarie, die ihn ein Leben lang auf seinem geistlichen Weg begleitete, als letzten Wohnsitz gewählt.
Ein Seniorenheim war in den letzten fünf Jahren ihr Zuhause.
Von 1972 bis 1988 war Alfons Wagner in der Emsstadt aktiv und hinterließ in 16 Jahren seines kreativen Wirkens nachhaltige, positive Spuren in der Gemeinde. Ganz leicht war sein Anfang nicht. Für ihn, der die Vision einer zeitgemäßen, dynamischen Pfarrgemeinde hatte, gab es viel zu tun. Er schaffte es mit seiner menschlichen Art die Gläubigen zu begeistern. Einerseits überzeugte Alfons Wagner mit seiner Interpretation der göttlichen Botschaft und religiösen Lehre, andererseits mit

Ernsthaft im Glauben – fröhlich im Leben

seiner humorvollen fröhlichen Art, Mensch zu sein. Das kam an bei den Gläubigen. Sie engagierten sich mit ihm für ihre Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist und es kam einiges ins Rollen: So wurde das Pfarrhaus renoviert, ein neuer Vikar in Rietberg begrüßt, der Kindergarten Sabina Katharina erweitert, die Pfarrkirche grundrenoviert und das Pfarrheim an der Rügenstraße gebaut. 1983 dann das große Jubiläum „500 Jahre Pfarrkirche“. Alfons Wagner war immer mittendrin und schätzte es auch mit den Menschen einfach fröhlich zu feiern und lachte herzlich und gerne, brilliert in der Karnevalsbütt und unvergessen im Rosenmontagsumzug mit Käthe Herbort.
Bevor er sich dem Priesteramt zuwandte, lernte er zunächst den Beruf eines Bäckers. Am 22. Februar 1930 in Lügde geboren und wurde am 5. Juni 1957 in Paderborn zum Priester geweiht. Danach war er direkt bis 1963 Vikar im sauerländischen Wulmeringhausen und bis 1967 Vikar in St. Barbara Dortmund-Eving und bis 1972 in St. Petri in Hüsten als Geistlicher tätig. Nach seiner Rietberger Tätigkeit, für ein Jahr geistlicher Pfarradministrator in Dringenberg, von 1989 bis 1996 Pfarrverwalter in St. Katharina Rheder und bis 2000 Pfarradministrator in St. Peter und Paul in Gehrden.
Doch mit Rietberg blieb er immer verbunden. Sein 50-jähriges Priesterjubiläum feierte er 2007 in seiner ehemaligen Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist. Aktuelles erfuhr er in
den letzten Jahren 14-tägig aus dem RSA, den er mit Begeisterung las. Mindestens einmal im Jahr besuchten ihn ehemalige Kirchenvorstandsmitglieder denen er freundschaftlich verbunden war. Alfons Wagner wurde am 5. März in seinem Heimatort Lügde auf dem örtlichen Friedhof an der Kilianstraße beigesetzt.

 

Sein Sinn für Humor war beliebt. Alfons Wagner als „Don Camillo“ im Rosenmontagszug 1982, am 22. Februar. Im Anhänger Rietbergs stellvertretende Bürgermeisterin Käthe Herbort. Beide hatten an diesem Tag Geburtstag und Pfarrer Wagner machte Käthe Herbort mit der Zugnummer ein fröhliches Geburtstagsgeschenk.