„Digitale Modell-Stadt an zwei Standorten klappt“

CDU-Stadtverband stellt ihren Bürgermeisterkandidaten vor und diskutiert aktuelle Themen

Informierten bei der Mitgliederversammlung über aktuelle Themen (v.l.): Reinhold Hansmeier (Stadtverbandsvorsitzender), Anit

Delbrück. Rathaus, Kindergarten, Innenstadtausbau und Busverkehr – es gab reichlich Themen über die auf der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes Delbrück intensiv diskutiert wurde. Unter den Gästen konnte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Reinhold Hansmeier auch Udo Hansjürgens, Bewerber um das Amt des Bürgermeisters, begrüßen. „Bislang bin ich ein Vorschlag, nicht mehr, aber auch nicht weniger“, stellte sich Udo Hansjürgens vor.
„Ich habe Respekt vor dem Bürgermeisteramt und dem jetzigen Amtsinhaber Werner Peitz. Die Kernaufgaben des Bürgermeisters erfordern eine breite fachliche und persönliche Qualifikation“, sagte der 46-jährige Ostenländer. Der Betriebsleiter der Firma Speedy Reha-Technik erklärte: „Ich möchte die zehn Orte unserer Stadt intensiver kennenlernen und mich mit den Problemen und Ideen meiner Mitbürger vor Ort vertraut machen.” Sein Wahlkampf fängt jedoch erst im August 2019 an, wenn ihn die CDU-Mitglieder offiziell zum Bürgermeisterkandidaten wählen können.
Auch politische Themen kamen ins Gespräch: So erklärte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Reinhold Hansmeier, warum die CDU vom Neubau eines Rathauses Abstand nehmen möchte und nannte neben den Finanzen den gesprengten Zeitrahmen: „Ein Neubau ist nicht mehr zu schaffen. Bis zum Sommer 2019 müssen die Mitarbeiter der Verwaltung die Marktstraße verlassen, damit die Räume bis zum Schuljahr 2020/21 fertiggestellt werden können.“ Es sei bereits geprüft worden, dass die leerstehende Hauptschule in Westenholz für 85 städtische Mitarbeiter hergerichtet werden könnte. Die Kosten liegen heute bei etwa 3,5 Millionen Euro. Dies ist erheblich günstiger, als der Neubau im Himmelreich und hilft, die zeitnah anstehende Sanierung des Gymnasiums zu stemmen. „In einer digitalen „Modell-Stadt“ sind zwei Standorte mit einer zentralen Anlaufstelle an der Langen Straße und einem technischen Rathaus in Westenholz problemlos möglich – Paderborn macht es vor. Außerdem könnten wir bei einer Gebäudesanierung Fördergelder von bis zu 50 Prozent bekommen“, sagte Hansmeier und schätzt die bisherigen Kosten zur Planung des Neubaus auf etwa 300.000 Euro.
Die CDU-Fraktionsvorsitzende Anita Papenheinrich wies außerdem auf den Bedarf an Kita-Plätzen hin: Den Verwaltungsvorschlag, das Gebäude am Nordring zu nutzen, hält die CDU für ungünstig, sowohl aus Platzgründen als auch wegen der Verkehrssituation direkt am Hallenbad. „Auch hier sollte die Verwaltung Alternativen prüfen“, sagte Anita Papenheinrich.