Die Glasfaser lässt noch auf sich warten

Industrie first: Ausbau wird erst in Delbrücks Gewerbegebieten erfolgen

Das schnelle Internet ist auf dem Weg nach Delbrück. Der Ausbau wird jedoch zunächst in den Gewerbegebieten beginngn. Foto:

D e l b r ü c k (mad). Zehn Monate ist es her, dass die Breitbandversorgung Ostwestfalen in Sachen Glasfaserausbau in Delbrück die sprichwörtliche Flinte ins Korn geworfen hat. Und derzeit gibt es immer noch keine klare Marschrute für das schnelle Internet. Aber Bürgermeister Werner Peitz macht Hoffnung.
Nach Auskunft der BBV hatten nur 450 Vorverträge gefehlt, damit sich ein Ausbau für das Unternehmen wirtschaftlich gelohnt hätte. Doch die Delbrücker müssen sich nicht grämen. Es geht offenbar einfach nicht so schnell mit dem schnellen Netz. Auch in der Nachbarkommune Rietberg ist man mit dem Ausbau noch nicht nennenswert weiter.

Andernorts sieht es mit der Planung nicht besser aus

In der Stadt der schönen Giebel und hatte die BBV ebenfalls ihren Rückzug erklärt. Dort will die HeLiNET gemeinsam mit den Stadtwerken Soest das Projekt Glasfaser anpacken. Die Firma HeLiNET kündigte in einer Pressemitteilung Ende Februar an, das Glasfasernetz innerhalb der nächsten 20 Monate errichten zu wollen.
Auch in Delbrück wünschen sich viele Bürger das schnelle Internet herbei. Insbesondere für die heimischen Unternehmen wäre es ein Segen. Doch welche Firma nun das flotte Netz auf den Weg bringen wird, steht noch nicht fest. Die Stadtverwaltung wartet derzeit noch die Ausschreibungsfrist ab. „Wir rechnen mit einem

Ausschreibungsfrist endet am Ende dieses Monats

Ergebnis Ende August“, sagte Bürgermeister Werner Peitz auf Nachfrage. Zuvor hatte er sich dafür eingesetzt, dass die Bürger, die bei der BBV einen Vorvertrag geschlossen hatten, ein Schreiben von dem abgesprungenen Unternehmen bekommen haben, welches die bis dato abgeschlossenen Verträge als nichtig erklärte.
Nach Abschluss der Ausschreibung könne dann auch in Delbrück möglichst bald der Startschuss für den Glasfaserausbau fallen. Zunächst soll er in den Gewerbegebieten beginnen, so Peitz. Von den sieben der zehn Ortsteile Delbrücks, in denen die heimische Wirtschaft ansässig ist, soll der Ausbau dann bis in die Wohngebiete erfolgen. Wie lange die Delbrücker noch auf ein blitzschnelles Internet warten müssen, konnte Bürgermeister Peitz nicht sagen.

Der Ausbau erfolgt zunächst in den Gewerbegebieten

Sicher ist jedoch: Die Glasfaser rückt für die Delbrücker so allmählich in greifbare Nähe. Auch wenn sich der Weg zum schnellen Internet bislang als ziemlich langsam dargestellt hat.