Der Buchtipp im November

Im November empfehlen wir das Buch „Ich weiß nicht, was Gott sich dabei gedacht hat“.

Delbrück. Was geht eigentlich im Kopf eines Hundes so vor sich? Die Antwort darauf gibt die Delbrückerin Katja Ahlf in ihrem ersten Buch „Ich weiß nicht, was Gott sich dabei gedacht hat“. Darin geht es um ihren Hund Maya, eine kleine hochnäsige Elfe, Gott und natürlich auch das Ehepaar Ahlf, in dem Buch besser bekannt als Chef und Chefin. Die Geschichte ist schnell und flüssig erzählt. Zunächst beginnt sie als Erzählung der hochnäsigen Elfe, die von Gott als Reinkarnation eines Labradorweibchens auf die Erde geschickt wird. Zunächst kann Mottina gar nichts damit anfangen, in dem Körper eines etwas pummeligen, tapsigen Hundes gegangen zu sein. Die eigentliche Hundeseele ist noch in Ausbildung bei Gott. Damit die Elfe jedoch nicht zu aufsässig wird, weist Gott sie in Dialogen immer wieder in ihre Schranken. Schließlich bekommt Mottina Unterstützung von der eigentlichen Hundeseele, dessen Körper sie bewohnt. Maya und Mottina raufen sich zusammen und gewinnen sich lieb. Natürlich versuchen sie fortan zusammen Chef und Chefin um den Finger zu wickeln, insbesondere bei ihrem Lieblingsthema „Futter“. Dass ihre menschlichen Begleiter jedoch viel mehr sind, stellt sich im Laufe der Geschichte he­raus, als die Chefin krank wird. Getrieben durch die Instinkte sind Maya und Mottina immer da, wenn ihr Frauchen beispielsweise einen epileptischen Anfall hat, unter ihren Depressionen leidet oder aufgrund ihrer Multiplen Sklerose plötzlich auf Hilfsmittel angewiesen ist. Obwohl Mottina und Maya zunächst ganz schön eifersüchtig auf den elektrischen Rollstuhl namens Harry und den Rollator „die flotte Lotte“ waren. So phantasievoll die Geschichte auch erzählt ist, so hat sie jedoch einen wahren Kern. Die Delbrücker Autorin Katja Ahlf ist wirklich an MS erkrankt, hat epileptische Anfälle und leidet unter Depressionen. „Ich habe früher viel gemalt und Gitarre gespielt. Das ist motorisch nicht mehr möglich und so bin ich zum Schreiben gekommen“, berichtet die 46-Jährige. Das Buch über Maya hat ihr viel Freude bereitet und das merkt man beim Lesen deutlich. Trotz des ernsten Hintergrunds ist die Geschichte niemals traurig oder schwermütig, sondern witzig und liebenswert erzählt. Die Krankheiten spielen nur am Ende eine Rolle und selbst da ist keinerlei Trübsinn zu spüren, sondern Stolz. Stolz auf die Hündin Maya, die zu einem der wichtigsten Begleiter in Ahlfs Leben geworden ist. Auf die Frage, wem die Autorin das Buch empfehlen würde, kommt die Antwort daher schnell: „Hundeliebhabern.“ Und genau die werden ihren Spaß an der zauberhaften Geschichte haben, die mit einem Augenzwinkern beschreibt, was eigentlich in einem Hundekopf so vor sich geht. Bestellbar ist das Buch nur über den Amazon-Versandhandel unter der ISBN 9781539187134.