Der Buchtipp im Juli

Im Juli empfehlen wir das Buch „Club der Töchter“.

Was wäre, wenn die eigene Mutter plötzlich tot wäre? Hat man ihr alles Wichtige gesagt? War man ihr eine gute Tochter? Kaum eine jüngere Frau stellt sich vor, irgendwann am Grab der Mutter zu stehen.

Doch genau mit dieser Situation befasst sich Natasha Fennell. Die Autorin gibt den Anstoß, die Beziehung zu der wohl wichtigsten Frau im Leben zu hinterfragen. „Keiner kann mich so verstehen, so trösten und so aufregen, wie meine Mutter“, stellt Natasha Fennell fest und teilt damit bestimmt die Empfindung so vieler Frauen, wenn sie an ihre eigene Mutter denken.  Doch weiß die Mutter auch, wie sehr man sie liebt? Ist man ihr eine gute Tochter? Gemeinsam mit der Redakteurin Rósín Ingle gründet sie den „Club der Töchter“. Darin finden sich neun Frauen, die über ihre ganz unterschiedlichen Beziehungen zu ihren Müttern sprechen. Aufrichtig und authentisch werden die Geschichten erzählt, ohne zu verurteilen. Doch mit dem Ziel, in sich zu gehen. Jede der Frauen bekommt eine To-do-Liste, um die Beziehung zur Mutter zu verbessern. Enttäuschungen, der Wunsch nach Anerkennung und Liebe, Abnabelung und unendliches Verständnis – all dies sind Facetten von Mutter-Tochter-Beziehungen. Es sind berührende Geschichten, bei denen sicherlich nicht nur bei den erzählenden Frauen die eine oder andere Träne verdrückt wird.

Das 240 seitige Buch ist im Kiwi-Verlag erschienen und kostet 9,99 Euro. ISBN: 978-3-462-04873-5.