Das neue Gruppenfahrzeug bietet Vollausstattung

Boker Wehr bekommt modernen Vorführwagen – Stadt investiert 344.000 Euro in die Sicherheit

Gerätewart Frank Schuster (v.l.), Frank Brüggemeier (stellvertretender Löschzugführer Boke), Anita Papenheinricht (stellv

Boke (mad). Über ein neues und hochmodernes Einsatzfahrzeug kann sich die Feuerwehr in Boke freuen, und das sogar schneller als eigentlich geplant. Doch weil das bisherige Löschgruppenfahrzeug durch einen Defekt ausfiel, musste schnell für Ersatz gesorgt werden. Welch glückliche Fügung, dass gerade ein Vorführfahrzeug in Dissen zu haben war.
27 Jahre lang hatte das bisherige Einsatzfahrzeug seinen Dienst beim Löschzug Boke getan. Nun hatte jedoch die Federung den Geist aufgegeben, eine Reparatur wäre unwirtschaftlich gewesen. Und so musste sich die Stadt schnell nach Ersatz umschauen, deutlich früher als geplant. Denn die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs war erst für 2020 geplant, neue Ausrüstung – die nun bereits auf dem neuen Fahrzeug vorhanden ist – sollte 2019 beschafft werden. Bei dem neuen Hilfeleistungs-Lösch­gruppenfahrzeug – so die korrekte Bezeichnung – handelt es sich um ein ein Jahr altes Vorführfahrzeug mit einem 2.000-Liter-Wassertank sowie 150 Liter Fassungsvermögen für Schaummittel. Die Kreiselpumpe schafft 3.000 Liter pro Minute. Außerdem ist noch eine Menge technisches Material an Bord. Trotz ersparter 70.000 Euro (im Vergleich zum Neupreis) war das Fahrzeug mit 344.000 Euro dennoch nicht günstig und so mussten die Mitglieder des Delbrücker Stadtrates noch über die Einbringung dieser Summe in den Nachtragshaushalt abstimmen.
„Mit der Anschaffung dieses Fahrzeugs hatten wir großes Glück“, unterstrich Werner Mattiza in der jüngsten Ratssitzung die gute Fügung. Da es sich um ein Vorführfahrzeug handelt, sei es vollgepackt mit der modernsten Ausstattung und zudem im Vergleich zum Neupreis günstig gewesen. Bei 344.000 Euro, die dennoch auf dem Kaufvertrag standen, von einem Schnäppchen zu sprechen, fiel den Fraktionsmitgliedern im Rat merklich schwer, dennoch sahen sie die Notwendigkeit dieser Ausgabe. „Es sind alle da­ran interessiert, dass die Boker Wehr einsatzfähig bleibt“, sagte Andreas Konuk (Grüne). Jedoch schloss er sich seinem Vorredner Manfred Köllner an und bat um vorherige Information der Fraktionsvorsitzenden, wenn Ausgaben in einer solchen Größenordnung anstünden. Frank Drakes (SPD) Anmerkung, zunächst ein Fahrzeug eines anderen Löschzuges auszuleihen, um in Ruhe nach einem neuen Gefährt zu schauen, verneinte Mattiza: „Das zweite Fahrzeug der Boker ist bereits 37 Jahre als“, sagte er mit Blick auf einen möglichen Ausfall dieses Wagens.