Das Aus für Kastanie kommt viel zu früh

Anwohner sind empört über die vorgezogene Fällung des alten Baumes

Auf dem Baumstumpf hatte Gerhard Scheer das Todesdatum gesprüht. Daneben stellte ein anderer Umweltschützer ein Schild mit

Neuenkirchen. „Mein Freund der Baum ist tot.“ Dieses Lied, gespielt von Wolfgang Körkemeier mittels einer Musikanlage, ist bezeichnend für die Fällung der 140 Jahre alten Kastanie in Neuenkirchen. Viele Anwohner sind empört über das Vorgehen der Stadt.

Die hatte nämlich kurzerhand die umstrittene Fällung vorgezogen und die Bürger, die eigentlich dieser traurigen Historie beiwohnen wollten, kamen schlichtweg zu spät. Bereits im Vorfeld zu der Aktion hatte es heftige Diskussionen darüber gegeben, ob die Kastanie wirklich krank ist und gefällt werden muss, oder ob dies nur eine vorgeschobene Begründung sei, damit der Kreisverkehr in Neuenkirchen dort ohne Schwierigkeiten gebaut werden kann. Der Neuenkirchener Gerhard Scheer hatte Zettel mit Nachrichten an der Kastanie befestigt, auf denen groß das Wort „Warum?“ prangte.