Bokel: Ein wahrhaft faires, spannendes Schützenduell

St.-Hubertus-Schützen und die Besucher sehen mitreißenden Wettkampf unter der Vogelstange

B o k e l (robui). Eingefleischten Schützenfestfans schwant Übles – es deucht ihnen, dass so manch ein Proklamationstermin in dieser Sommersaison garantiert nicht pünktlich eingehalten werden kann. Der Grund: Die neue Generation der Holzadler gehört zur Güteklasse „altes Suppenhuhn – extrem zäh.“ Da mochten auch Bokels Titelaspiranten in Sachen Königswürde schier fast verzweifeln in dieser Woche, als sie konzentriert auf den mächtigen Adler anlegten, doch der selbst dann noch nicht aufgab, als nur noch ein Span an der Schraube hing.

Am Ende jubelte Udo Kanter mit seiner Beate und den Freunden ausgelassen. Er hatte sich im harten, aber fairen Wettkampf gegen Christian Brockschnieder durchgesetzt. Die beiden wechselten sich im Finale artig ab, schossen scharf, am Ende hatte nach 337 Patronen der Sportschütze Kanter, er leitet auch die Schießsportabteilung der Bokeler Schützengemeinschaft, mit Fortunas Hilfe und lautstarken Anfeuerungsgesängen seines Freundes Friedhelm Gehrmann durchgesetzt. Doch es hätte genauso Brockschnieder Glück haben können. Der durchaus gut im Futter stehende Adler war da schon ein
kleines Stückchen zusammengeschrumpft und der böige Wind machte einen exakten Treffer darauf nicht leichter. Dabei dauerte es tatsächlich bis kurz vor dem finalen Schuss, ehe das Duo sich herauskristallisiert hatte, denn zuvor war kaum zu übersehen, wer alles noch in der durchaus schon „gefährlichen Phase“ noch draufhielt, stets von markigen Sprüchen der vielen Umstehenden begleitet. Kaum war der Wettbewerb entschieden, eilte die glücklichste Frau auf dem gesamten Platz herbei und knutschte ihren Ehemann zur Belohnung so richtig ab. Beate Kanter regiert mit ihrem Udo nun voller Elan und Begeisterung die St.-Hubertus-Schützen, die voller Erleichterung nach über zwei Stunden spannender Wartezeit das diesjährige Vogelschießen abhaken konnten. Flotter ging es in Sachen Insignien, Throndame Carmen Metzke holte sich die Krone mit dem 11. Schuss, Friedhelm Gehrmann erwischte den Apfel mit dem 31., Norbert Martinschledde das Zepter mit dem 55. Die Flügel gingen an Ex-König Friedrich Rehage und seinen Nachfolger Udo Kanter.
Auch der Schützennachwuchs ermittelte seinen eigenen Regenten. Hier setzte sich nach nur 50 Minuten Jonas Heipieper in einem ebenfalls spannenden Wettbewerb durch.

 

Auch Heinz Bökamp geehrt
Schützen sprechen zahlreiche Würdigungen aus
Bokel (robui). Eine Flut von Ehrungen gehörten in diesem Jahr zum Schützenfrühstück am Montag dazu. So erhielt Heinz Bökamp für seine Verdienste den Hubertusorden der Bruderschaft. Bruderschaftsverdienstorden gingen an Dieter Dörhoff, Gerhard Verhoff, Johannes Sudbrock, Bruderschaftsorden an Marius Steffen, Alexander Frenser, Mario Metzke, Hubert Sudahl, Ma­thias Vogelsang, Wilfried Becker, Oliver Brentrup und Andreas Neudorf. Auch folgende Jubilare wurden in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der zahlreichen Anwesenden gerückt: Dirk Deppe, Konrad Kraienhorst, Dirk Strothoff (25 Jahre), Winfried Böckmann, Lothar Brockschnieder, Albert Eblenkamp, Friedhelm Gehrmann, Paul Grefer, Franz-Josef Heickmann, Herbert Hünemeier, Willi Sieweken, Theo Sobbe (40 Jahre), Ernst Brockschnieder, Heinz Martinschledde (50 Jahre), Hans Austermann, Hansi Buschkröger, Stefan Freise (60 Jahre) und Theo Janning, Edmund Martinschledde (65 Jahre).