Aufsitzmäher im Schlamm

Vieh- und Krammarkt lockt die Besucher an

Ostenland (hds). Da reichten zwei gezielte Schläge auf den Zapfhahn und der Ostenländer Vieh- und Krammarkt war durch den ersten Bürger der Stadt Delbrück, Werner Peitz, eröffnet. Dieser lobte denn auch den Zusammenhalt aller Ostenländer: „Im Zeitalter des Internethandels ist hier noch das Gespräch auf Augenhöhe möglich.“ Weiter brachte er gute Nachrichten mit in den Delbrücker Stadtteil: So sind Förderanträge für eine Neugestaltung des Dorfplatzes auf den Weg gebracht und im kommenden Jahr werden weitere Bauplätze in der Gemeinde erschlossen. Organisator Thomas Wigge dankte allen Helfern: „Ohne die Vereinsvertreter, Musikvereine und dem Verständnis der Anwohner ist so ein traditionsreicher Tag nicht zu realisieren.“ Ab dem frühen Morgen schon wechselte so manches Kinderspielzeug auf dem Flohmarkt den Besitzer. Auf dem Schulhof gleich daneben waren die historischen Landmaschinen und Erntegeräte der Brauchtumsgruppe aus Sande zu sehen. 100 chromblitzende Oldtimer machten sich ab 11 Uhr auf einen Rundkurs durch das Paderborner Land. Darunter ein 1970er Opel Kadett oder auch ein BMW Isetta von 1957. Ein weiterer Anziehungsmagnet besonders für die kleinen Besucher war der Streichelzoo, bei dem kleine Pony gestreichelt und die Ziegen gefüttert werden konnte. Am Nachmittag dröhnten die Motoren von den Aufsitzmähern. Gleich zehn Teams schenkten sich auf dem 280 Meter langen Rundkurs keinen Millimeter. Die von allen Mannschaften gewünschte neue Wasserdurchfahrt sorgte nicht nur für mehr spektakuläre Rennszenen, sie beendete auch für so manchen Fahrer schlagartig das Rennen. Da blieben Fahrzeuge im Schlamm stecken, anderen brach ein Rad ab – die Grüne Hölle machte dieses Mal ihrem Namen alle Ehre. Als Sieger aufs Treppchen durfte, wer nach 30 Minuten Renndauer die meisten Runden absolviert hatte. Mit respektablen 50 Runden siegte das Team des Karnevalsvereins mit Jörg Fortschnieder und Michael Ewers.
Fotos: DSA/Steg