„Auch auf kleiner Flamme weiter Spaß am Singen“

Der Zahn der Zeit nagt an der MGV Liedertafel: Der Chor wird künftig kürzertreten müssen

Blicken mit Zuversicht nach vorn: Meinolf Kleine (vorne v.l.), Hans-Ulrich Prinz (ehemaliger Geschäftsführer), Seff Horstke

Rietberg (hds). Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des MGV Liedertafel Rietberg standen Wahlen und Berichte des Chorleiters sowie des Schriftführers auf der Tagesordnung. Gleich zu Beginn dankte der erste Vorsitzende Meinolf Kleine allen für die geleistete Arbeit, er hatte aber auch unschöne Nachrichten im Gepäck.
„Leider konnten wir das Ziel, neue Mitglieder zu gewinnen, nicht erreichen“, sagte Meinolf Kleine. Obwohl der Chor durch seine Konzerte immer wieder das Motto „Singen macht Spaß und Singen tut gut“ zu vermitteln suche, habe er sich nicht durch neue Mitglieder verjüngen können. Derzeit zählt der Verein noch 22 aktive Sänger mit einem Durchschnittsalter von 71 Jahren. Die Arbeit des Chors wird weiter von 48 fördernden Mitgliedern unterstützt. Im vergangenen Jahr hat die Liedertafel 29 Konzerte „Klänge der Freude“ absolviert.
Doch die MGV wird mit ihren Kräften künftig anders haushalten müssen. „Aufgrund der deutlichen Überalterung werden wir unsere Auftritte zukünftig einschränken oder sogar die größeren aufgeben müssen“, sagte Kleine. Auftritte wie das Singen im Altenheim oder am Volkstrauertag sowie im Klostergarten oder auch Konzerte mit der CG Gütersloh im Kurhaus in Bad Waldliesborn sollen aber ein fester Bestandteil im Chorkalender bleiben, so Kleine, der die gute Zusammenarbeit mit der Chorgemeinschaft aus Gütersloh zu schätzen weiß.
Bei den Wahlen wurde Meinolf Kleine in seinem Amt bestätigt. Nicht zur Wiederwahl stand Geschäftsführer Hans-Ulrich Prinz. Dieser hatte seit acht Jahre den Posten ausgefüllt. In seine Fußstapfen tritt Seff Horstkemper. Schriftführer bleibt weiter Holger Kemper. Die Kasse behält Werner Weber im Auge und über die Noten wachen weiterhin Werner Köhler und Heribert Peitz. Auch die Beisitzer bleiben in ihren Ämtern.
Dank gab es für Götz Maschin mit der höchsten Probenbeteiligung (33 von 34 Proben), gefolgt von Werner Köhler und Werner Weber.